Weihnachtszeit

Vom ersten Advent bis Anfang Januar öffnet sich die Weihnachtslandschaft: begehbare Krippe, Figuren-Vitrine, Weihnachtsbäckerei im historischen Backhaus und die mit 3’500 Lichtern geschmückte Linde im Hof.

Besonders abends führt der Weg vieler Menschen zum Feuer bei den Schafen. Zwischen Glut, Rauch und kalter Luft entstehen Gespräche, die sonst nicht stattfinden würden. Der Kochkessel darf dabei gern genutzt werden – für Suppe, Glühwein oder ein gemeinsames Risotto.





Figuren im Freien

Zwischen Spycher, Pfarrhaus und Beinhaus prägen in der Adventszeit lebensgrosse Holzfiguren eines Brienzer Bildhauers den Hof – Könige, Schafe und das Dromedar. In der Tradition der Brienzer Holzschnitzerei gearbeitet, geben sie der Szene ihre Gestalt und lassen den Hof wie eine begehbare Geschichte erscheinen.

Ihr Auf- und Abbau gehört jedes Jahr zu den aufwendigsten Arbeiten. Das Dromedar aus Mammutbaumholz wiegt rund 500 Kilogramm und lässt sich nur mit Autokran versetzen – ein Moment, bei dem kurz alles innehält.





Beinhaus

Zum Areal gehört das Beinhaus aus dem 15. Jahrhundert, einst Aufbewahrungsort menschlicher Gebeine. Heute führt der Stern von Bethlehem auf dem Dach hinunter in das gewölbte Innere, das sich im Advent in den Stall von Bethlehem verwandelt.

Gedämpftes Licht, der Geruch von Heu und Stroh und die schlichte Architektur lassen die Weihnachtsgeschichte unmittelbar werden. Der Opferstock aus dem 17. Jahrhundert sammelt freiwillige Spenden zugunsten des Gränicher Vereins «integraenichen».



Weihnachtsgeschichte in der Vitrine

In einer 5,5 Meter langen Vitrine entfaltet sich eine aus Holz geschnitzte Krippe. Ursprünglich bestand sie aus der Heiligen Familie, einem Hirten und den drei Königen.

Über Jahre kamen weitere Figuren hinzu, oft entdeckt auf Weihnachtsmärkten in den Nachbarländern und jeweils mit nach Hause gebracht. Heute lassen sich mit über 120 Figuren beinahe alle Szenen der Weihnachtsgeschichte darstellen – und dennoch wird behutsam daran weitergearbeitet.

© Suterguet 2026

Fotos von Markus Beyeler, René Brogli und Mika Brogli-Takahashi